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Entsafter im Test der Stiftung Warentest 08/2013

Pünktlich zu Beginn der Erntezeit hat sich die Stiftung Warentest einige Entsafter genau angeschaut und wieder einmal gute aber auch schlechte Noten verteilt. Getestet wurden Zentrifugenentsafter und Saftpressen. (Zentrifugen vs. Presse im Vergleich (als Link)) Besonderer Augenmerk wurde bei dem Test auf die gewonnene Saftmenge, Geschwindigkeit, Aufwand beim Entsaften, sowie Reinigung gelegt. Gerade der Zeitaufwand fürs Entsaften aber auch für die Reinigung sollte nicht unterschätzt werden. Dauert es zu lange, wird die Lust am frischgepressten Saft schnell nachlassen und die Saftpresse landet in der Abstellkammer.

Keine der getesteten Maschinen hat die Note sehr gut erhalten, dafür waren von den 14 getesteten Geräten 8 Gut. Drei der Zentrifugen waren sogar mangelhaft. Es empfiehlt sich also bei der Auswahl des richtigen Entsafters auf den Rat der Stiftung Warentest zu hören.

Testsieger mit der Note 1,8: Philips HR1871/10 Avance

Auf das Siegertreppchen hat es der Entsafter aus dem Hause Philips geschafft. Das Gerät überzeugt in erster Linie durch die Einfachheit bei der Safterzeugung. Auch die Inbetriebnahme und Reinigung sind unkompliziert und gehen schnell von der Hand. Das sind die besten Voraussetzungen für die häufige Benutzung der Maschine. Durch das schicke Design kann das Gerät in jeder Küche auf der Arbeitsfläche ein schönes Plätzchen finden. Das Entsaften selbst geht sehr schnell und die Ausbeute ist groß. Die Frucht- bzw. Obstreste sind recht trocken, was für Entsafter ein gutes Zeichen ist. Der Saftbehälter verfügt über einen Schaumtrennnetz und Tropfstopp, so dass der frischgepresste Saft ohne Ärger appetitlich serviert werden kann.

Zwei Geräte auf dem zweiten Platz

Den zweiten Platz teilen sich der Braun Multiquick und der Gastroback Multi Juicer, jeweils mit der Note 2,0 (gut) ausgezeichnet.

Braun Multiquick 7

In Edelstahloptik gehalten, ein echter Blickfang für die Küche. Nur in einigen Punkten verliert der Braun Multiquick 7 gegenüber dem Testsieger von Philips. So hat das Gerät bei dem Thema Reinigung lediglich die Note befriedigend verdient. Dieses Manko zieht ihn in der Gesamtwertung nach unten. Das Entsaften selbst, funktioniert reibungslos. Im Vergleich wurden 500g Äpfeln verarbeitet, der Entsafter im Test aus dieser Menge den meisten Saft herausgeholt. Das Auspressen geht, dank des starken 1.000 Watt Motors, sehr schnell. Wie auch beim Modell von Philils besitzt der Multiquick einen Schaumtrenner und ein Anti-Tropf System. Der Braun Multiquick 7 konnte die Tester auch mit einer langen Lebensdauer überzeugen.

Gastroback Multi Juicer

Der Klassiker unter den Ensaftern schafft es zusammen mit dem Braun Multiquick ebenfalls auf den zweiten Platz. Das Gerät überzeugt in Punkten Bedienbarkeit, Leistung und Saftergiebigkeit.

In die recht große Einfüllöffnung passen zum Beispiel ganze mittelgroße Äpfel rein. Dadurch wird die Vorbereitungszeit verkürzt. Das Gerät ist robust und ansprechend verarbeitet und verdient bei der Langlebigkeit ebenfalls die Bestnote.

Dritter Platz: Bosch Styline mit der Note 2,1

Der um einiges günstigere Bosch Styline kommt im Vergleich mit den anderen Entsaftern lediglich auf den dritten Platz. Der kleinere Motor schafft es nicht ganz so Ergiebig zu sein. Die Saftausbeute ist gut aber nicht sehr gut, da sind die Konkurrenten besser. In anderen Punkten, wie Bedienbarkeit, Lebensdauer und Zubehör steht er den teuren, besser getesteten Entsaftern in nichts nach. Ein kleines Manko ist das schlichte und einfache gehaltene Design.

Insgesamt wurden 4 Entsafter mit Press-Technologie getestet, die ersten beiden Plätze gehen an die Modelle Green Star und Jupiter Juicepresso.

Testsieger: Green Star Note: 2,3

Der Testsieger bei den Pressen hat einem stolzen Preis. Er ist etwas kompliziert aufzubauen und zu reinigen, aber die Saftausbeute kann auf ganzer Linie überzeugen: Die gewonnene Saftmenge ist sehr gut. Der Saft ist sehr schön homogen und trennt sich nicht so schnell in seine Bestandteile. Die Maschine arbeitet sehr leise, benötigt zum Pressen aber recht lange, vor allen wenn man viel Saft benötigt kann dies schon mal hinderlich sein.

Jupiter Juicepresso (2,4)

Wer sich für eine Presse und gegen einen Zentrifugen-Entsafter entscheidet, und nicht sehr viel Geld ausgeben möchte, für den ist der Jupiter Juicepresso das Richtige Modell. Reinigung und Bedienbarkeit sind, im Vergleich zu den andren Pressen besser gelöst, die Saftausbeute allerdings nur befriedigend. Die Saftpresse überzeugt durch geringe Lautstärke und Langlebigkeit. Mit der Note Gut (2,4) liegt dieser Entsafter lediglich 0,1 Punkte hinter dem Testsieger.

Bei Zentrifugen wird die Frucht bzw. das Gemüse erst in der Maschine fein zerkleinert und dann durch das Schleudern der Masse der Saft gewonnen. Bei Saftpressen wird der Saft mittels Zerquetschen und Pressen erzeugt.

 

ZentrifugenPresse
SaftDer Saft trennt sich in klare und trübe Bestandteile (Das Fruchtfleisch setzt sich ab). Beim Entsaften entsteht Schaum, der nicht sehr appetitlich ausschaut und nicht jedem schmeckt. Einige Entsafter haben Schaumsieb. Der Schaum wird beim Abfüllen des Saftes zurückgehalten.Der Saft ist einheitlich trüb. Das Fruchtfleisch verteilt sich in der Flüssigkeit homogen und setzt sich nicht so schnell ab. Vergleichbar mit Naturtrüben Säften aus dem Supermarkt. Es ensteht kaum Schaum.
LautstärkeRecht laut durch die schnellen Motorumdrehungen (Zentrifugalkraft). Beim festen Obst und Gemüse fällt der Lärmpegel negativ auf.Leise, das Obst wird gedrückt und gemahlen. Die entstehenden Geräusche sind nicht störend
PreisGibt es schon ab 40 Euro, für knapp über 150 Euro erhält man den Testsieger (Link zu Amazon.de)Hier fängt die Preisspanne erst bei 100 an, der Testsieger kostet stolze 600 Euro.
DosierungDas Obst und Gemüse kann in recht großen Stücken verarbeitet werden. In einige Geräte können sogar ganze Äpfel eingelegt werden.Recht kleiner Einfüllschacht, viel Schnibbelarbeit.
SicherheitDurch die großen Einfüllöffnungen passen natürlich auch Kinderhände durchKleine Öffnung, da kann nicht viel schief gehen.
ReinigungVom Gerät abhängig, aber deutlich einfacher als bei der Presse. Viele der Teile können in die Spülmaschine. Das Sieb sollte sofort abgespült werden, da sonst das Fruchtfleisch antrocknetSehr Zeitintensiv. Es müssen sehr viele Teile gereinigt werden, mit teilweise schwer zugängigen Stellen mit Ecken und Kanten
Zeitaufwand für EntsaftenRecht schnell, zwischen einer und zwei Minuten für ein Kilo ÄpfelZwischen 5 und 10 Minuten für 1 Kg Äpfel
InbetriebnahmeIntuitivZeitintensiv

Den vollständigen und sehr ausführlichen Test, können Sie in der Ausgabe 08/2013 der Zeitschrift Test oder hier auf der offiziellen Internetseite der Stiftung Warentest nachlesen.

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