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Apfelmus oder Apfelkompot einkochen

Apfelmus einkochen selber machen

Äpfel gelten als das Lieblingsobst der Deutschen. Ungefähr siebzehn Kilogramm der knackigen Frucht verzehrt jeder Einwohner statistisch gesehen pro Jahr. Dabei kann er roh geknabbert, aber auch eingekocht zu Apfelmus, Apfelkompott, Apfelbrei oder anderweitig verarbeitet werden.

Die rund zwanzigtausend Apfelsorten weltweit gehören zu den Kernobstgewächsen innerhalb der Familie der Rosengewächse. In unseren Klimazonen ist die Pflückreife meist zwischen den Monaten September bis Oktober erreicht. Etliche Sorten lassen sich längere Zeit lagern, sodass sie bis ins Frühjahr hinein wertvolle Vitamine (vor allem Vitamin C), Mineralstoffe, weitere sekundäre Pflanzenstoffe sowie Trauben- und Fruchtzucker liefern.

Welche Apfelsorten eignen sich für Apfelkompott?

Apfelmus Apfelkompott

Apfelmus oder Apfelkompott eignet sich sehr gut zum selber machen und einkochen.

Als besonders beliebte Sorten zum Einkochen gelten die Sorten Boskoop, Gala, Granny Smith, Elstar, Jonagold, Alkmene, Braeburn und Idared. Auch der Klarapfel, der bereits im Juli seine Pflückreife erreicht, ist sehr beliebt und eignet sich ebenfalls sehr gut zum Herstellen von Apfelmus.

Alle Sorten unterscheiden sich zwar in ihrer Festigkeit und in ihrer Süße, können jedoch im reifen Zustand in jedem Fall zu Apfelmus verarbeitet werden. Wer sich für eine Apfelsorte entscheidet, die etwas säuerlich im Geschmack ist (z.B. Boskoop und Granny Smith), kann durch das Zufügen von Zucker die gewünschte Süße erreichen. Das ist jedoch insbesondere bei Fallobst meist nicht notwendig, da die herabgefallenen Früchte meist den richtigen Reifegrad mit der entsprechenden Süße erreicht haben.

Eingekochter Apfelmus ist mindestens zwei Jahre ohne zusätzliche Kühlung haltbar und schmeckt auch nach längerer Lagerung immer noch lecker.

Grundrezept für Apfelmus

Um Apfelkompott oder Apfelmus selber zu machen benötigt es nicht viel. Die meisten Zutaten oder Materialien hat man in der Regel zu Hause. Wer den Apfelbrei gleich essen und nicht haltbar machen will, benötigt natürlich keine Einmachgläser.

Zutaten

  • 1 kg reife Äpfel
  • 6 Esslöffel Wasser
  • 75 g Zucker (bei Bedarf bis zu 100 g)
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder eine halbe Vanilleschote

Arbeitsmaterial und Zeitaufwand

  • 2 Einmachgläser (750 ml)
  • Topf (ca. 5 l)
  • Einkochtopf mit Bodentuch
  • Pürierstab oder „Flotte Lotte“
  • Zeitaufwand: ca. 1,5 Stunden

Rezept

Zuerst werden die Äpfel gewaschen, geschält und entkernt sowie in kleine Viertel geschnitten. Anschließend gibt man alle Zutaten in einen Topf und kocht die Masse bei mittlerer Hitze so lange, bis die Äpfel weich sind. Danach werden die Zimtstange sowie die Vanilleschote entnommen und alles püriert. Hierfür kann entweder der Pürierstab oder die „Flotte Lotte“ eingesetzt werden.

Apfelmuss Kartoffelpuffer

Zum Einkochen fast zu lecker, Apfelmus schmeckt frisch einfach köstlich. Sehr gut passt es zu Kartoffelpuffern.

Nun wird die pürierte Masse in die Gläser eingefüllt. Diese werden in einen Topf mit Wasser gestellt und ca. dreißig Minuten bei 90 Grad Celsius eingekocht. (Das Bodentuch im Topf verhindert das Rutschen der Gläser während des Kochvorgangs.)

Nach dem Abkühlen sollten die Gläser dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Für die Haltbarkeit des Apfelmuses von circa einem Jahr ist es auch möglich, Gläser mit Schraubdeckeln zu verwenden. Hierbei wird das pürierte Mus in die vorher mit heißem Wasser ausgespülten Gläser randvoll gefüllt, der ebenfalls heiß gewaschene Deckel schnell aufgeschraubt und die Gläser auf den Kopf gestellt. Dabei bildet sich ebenfalls das gewünschte Vakuum, damit einer Schimmelbildung vorgebeugt wird.

Weitere leckere Rezepte

Werden weniger Äpfel verwendet, können auch Aprikosen, Nektarinen oder Bananen für einen abwechslungsreichen Geschmack sorgen. Diese Varianten können abgekühlt mit etwas geschlagener Sahne als vorzügliches Dessert Verwendung finden.

Auch können Rosinen der pürierten Masse eine zusätzliche Note verleihen. Diese werden kurz vor dem Befüllen der Gläser in die Masse gerührt. Nach dem Einkochen kann diese Variante insbesondere Gebäcke und Torten in der Weihnachtszeit verfeinern.

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